Musik

Note für Note
Viertel
Achtel
Triolen
umspülen die Bäume
im Wind

spielen mit dem Laub
tanzen in Wirbeln über den Boden
steigen empor
und ziehen mit den Wolken davon

allzu flüchtig war ich hier

im Widerhall der Welt
droht mein Herz zu zerspringen

meine Brust
hebt und senkt sich
in den Gezeiten des Lebens

Wellen des Ursprungs
tragen mich durch die Zeit
spülen mich an das Ufer
um mich mit der nächsten Flut wieder aufzunehmen
mich fortzutragen

es gibt kein Hier und Jetzt
es gibt nur ein Immer

Musik erfüllt die Luft
leise zart
nur einzelne Töne
ein Leben in Moll

alle Sinne werden eins
erfassen nichts
und wissen alles

allzu flüchtig war ich hier
träumte das Leben
bis ich auch das vergaß

mein Tag

heute fordere ich meinen Tag zurück
singe ihn mit meinem Bleistift herbei
und lasse ihn Platz nehmen
in meinen Gedanken

schreibend
schmecke ich ihn
rieche ich ihn
sehe ich ihn

eine Musik
eine Variation meiner selbst

ein Gedanke
verweht mit dem Herbstlaub
umspült vom Licht meiner Sonne