Tagträume

der Tag will der Nacht nicht weichen
kämpft sich wie ein Ertrinkender
immer wieder an die Oberfläche
verlangt nach Aufmerksamkeit

Tagträume
wälzen sich Nachts in fiebriger Unruhe

und manchmal
dauert ein Tag die ganze Nacht

Gedanken-Acker

die Nacht
zieht Furchen
durch den Gedanken-Acker
dumpfer Nachklang
von der Saat des Tages

Worte
wie ein Kreuz
vor mich hertragend
schützend

Wort-Palisaden
der Traumwirklichkeit
trotzend

immer wieder
einzelne Gefechte

Wort für Wort

ein Bild

ein Bild
drängt sich mir auf
und frisst mein Jetzt

es schleicht
durch die Gänge
durch die Türen
in meinen Tag

ich kann es nicht erkennen
zu groß ist der Verlust der Zukunft

wenn wenigstens ich mich
bewegen könnte
so müssten die Bilder
nicht fliegen