allzu flüchtig war ich hier

im Widerhall der Welt
droht mein Herz zu zerspringen

meine Brust
hebt und senkt sich
in den Gezeiten des Lebens

Wellen des Ursprungs
tragen mich durch die Zeit
spülen mich an das Ufer
um mich mit der nächsten Flut wieder aufzunehmen
mich fortzutragen

es gibt kein Hier und Jetzt
es gibt nur ein Immer

Musik erfüllt die Luft
leise zart
nur einzelne Töne
ein Leben in Moll

alle Sinne werden eins
erfassen nichts
und wissen alles

allzu flüchtig war ich hier
träumte das Leben
bis ich auch das vergaß

ein kleines bisschen Zuversicht

Regen
umhüllt wie eine Decke die Nacht
empfängt die Träume all derer
die heute Nacht umherirren

Regen
umspült sanft die Gedanken
und ahnt nicht das Leid der Menschen

Regen
rauscht und tropft und klingt
und
plätschert sanft in die Herzen all derer
die warten und horchen
und hinterlässt ein kleines bisschen Zuversicht
in den schlaflosen Köpfen derer
die heute Nacht
in ihren verschwitzten Träumen liegen

im Takt von Ebbe und Flut

aus dem Dunst des frühen Morgens
kommen die Menschen

mit dem Takt von Ebbe und Flut
schwappen sie auf das Eiland
und werden im selben Rhythmus wieder in das Meer gespült

so unterschiedlich sie auch sind
so gleichen sie sich
mit dem Blick auf das Meer
träumen alle den gleichen Traum

der Wind treibt Sand über den Strand
hinaus auf das Meer
und zeigt die Richtung
dem die Gedanken folgen

doch die Träume sind begrenzt
Prähme ziehen sie zurück in die Realität
auf ihr Festland
zurück in ihre Welt

immer wieder

Träume streichen durch das Gras

Wolken
ziehen vom Wind getrieben
regenschwanger
über das Land

Bäume verneigen ihre blätterschweren Häupter
flüsternd
raschenlnd
beten sie ihre Botschaft in den Wind

Träume streichen durch das Gras
verlieren sich im Moment

ein einzelner Vogel
singt das Lied der Luft
und fliegt vom Wind getragen davon